Über mich
Mein Name ist Corina. Ich bin 33 Jahre alt, Ernährungsberaterin mit einem Bachelor in Ernährung & Gesundheit und lebe mit meinem Mann Patrick und unserer Hündin Susi zwischen Bern und Thun.
Seit Anfang 2026 arbeite ich selbstständig als Ernährungsberaterin. In meiner Arbeit verbinde ich Ernährungswissen mit Körperwahrnehmung, Zyklusbewusstsein, Nervensystemarbeit und Achtsamkeit.
Wenn ich nicht gerade an meinem Business arbeite, findest du mich am ehesten draussen in der Natur, beim Spazieren, Joggen oder Wandern, im Krafttraining oder auf der Yogamatte.
Ich liebe Reisen, gutes Essen, Sonnenuntergänge, tiefe Gespräche und die kleinen Momente, die das Leben so wertvoll und besonders machen.


Mein Weg
Als Kind war ich übergewichtig und musste mir immer wieder Kommentare zu meinem Körper anhören. In meiner Jugend nahm ich dann stark ab. Doch auch da hörten die Kommentare nicht auf, sie gingen einfach in die andere Richtung. Von da an begann ein stetiges Auf und Ab mit meinem Gewicht.
Während meiner Ausbildung zur Drucktechnologin, wo ich wieder ziemlich viel an Gewicht zugenommen hatte (siehe Bild links) und ich mich nicht mehr wohl in meinem Körper fühlte, wusste ich: Jetzt muss und will ich etwas ändern! Und so fand ich den Weg in die Fitnessbubble. Plötzlich hatte ich etwas gefunden, das mir das Gefühl von Kontrolle gab und schon bald sah ich auch die ersten Erfolge. Das war ein tolles Gefühl. Doch nicht alles was glänzt ist aus Gold, wie man so schön sagt und irgendwann wurde auch der Disziplin beinahe ein zwanghaftes Verhalten: Kalorien zählen, Essen abwägen, mehrmals täglich auf die Waage stehen, möglichst wenig Kohlenhydrate, Zucker und Fett.
Ich nahm in dieser Zeit viel ab und baute Muskeln auf. Von Aussen sah das vielleicht diszipliniert aus. Doch innerlich fühlte ich mich nie wirklich wohl in meinem Körper. Ich wollte noch dünner sein. Noch einen flacheren Bauch. Noch straffere Beine. Noch einen runderen Po. Irgendwie war es nie genug.
Lange war mein eigener Körper für mich ein Projekt, das ich kontrollieren und optimieren wollte. Ich dachte lange, ich müsste einfach noch disziplinierter werden. Noch besser essen. Noch mehr leisten. Noch mehr an mir arbeiten. Und meinen Körper endlich irgendwie in den Griff bekommen.
Heute weiss ich: Genau diese Kontrolle hat mich immer weiter von mir selbst entfernt.
Irgendwann war ich es leid, ständig gegen meinen Körper zu kämpfen. Immer alles zu hinterfragen. Nie wirklich wirklich anzukommen. Mit der Zeit durfte ich lernen, meinem Körper wieder mehr zuzuhören. Seine Signale wahrzunehmen und zu verstehen, dass mein Körper nie das Problem war.
Genau aus diesem Weg ist heute meine Arbeit entstanden.
Mein Warum
Ich mache diese Arbeit, weil ich weiss, wie es sich anfühlt, ständig das Gefühl zu haben, nicht genug zu sein und einem Schönheitsideal hinterherzulaufen, das uns seit Jahren vorgelebt wird. Schlanker, straffer, disziplinierter.
Ich weiss, wie müde es macht, wenn sich die Gedanken ständig um Essen, den eigenen Körper und Bewegung drehen. Wenn ein spontanes Kaffeedate mit der besten Freundin, ein Abendessen mit der Familie oder eine Glace in den Ferien nicht einfach ein schöner Moment ist zum geniessen, sondern sofort dieses Gedankenkarussell losgeht: War das jetzt zu viel? Muss ich später weniger essen? Muss ich das irgendwie ausgleichen?
Und genau das macht mich traurig. Weil in all dieser Kontrolle nicht nur Leichtigkeit verloren geht, sondern auch so viele Momente. Momente, die wir eigentlich von Herzen geniessen könnten, während wir innerlich schon wieder am Rechnen, Bewerten und Hinterfragen sind.
Denn wir sind so viel mehr als unser Äusseres. Und Ernährung ist so viel mehr als ein Mittel zum Zweck.
Genau deshalb mache ich diese Arbeit. Weil ich Frauen begleiten möchte, die an diesem Punkt stehen und spüren, dass sie so nicht weitermachen wollen.


Meine Vision
Ich wünsche mir eine Welt, in der Frauen aufhören, ihren Körper als Baustelle zu sehen, an der ständig noch etwas verändert, optimiert oder kontrolliert werden muss.
Eine Welt, in der Essen nicht länger mit Schuld, Angst oder Verzicht verbunden ist, sondern wieder etwas sein darf, das nährt, verbindet und Teil von echten, schönen Momenten ist.
Ich wünsche mir, dass der weibliche Zyklus nicht länger als lästige Störung gesehen wird, sondern als ein grosses Geschenk. Als ein innerer Rhythmus, der uns jeden Monat daran erinnert, dass wir nicht jeden Tag gleich funktionieren müssen und dass unser Körper so viel Weisheit in sich trägt.
Ich wünsche mir auch, dass Selbstfürsorge nicht erst dann beginnt, wenn alles andere erledigt ist. Nicht erst, wenn wir genug geleistet und genug gearbeitet haben, sondern weil wir es uns wert sind, gut für uns zu sorgen.
Und vor allem wünsche ich mir, dass Frauen wieder lernen, ihrem Körper zu vertrauen.
Denn dein Körper ist nicht gegen dich.
Er war es nie.
Er spricht jederzeit mit dir.
Und du darfst wieder lernen, ihm zuzuhören.
